Naturtherapien: Pflanzliches Mutterkraut kann Migräneanfall verhindern

Naturtherapien: Pflanzliches Mutterkraut kann Migräneanfall verhindern

Picture of sick woman with cough and throat infectionUm eine Migräne erfolgreich zu behandeln, gibt es heute eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die Spanne reicht von Sport über Yoga und Übungen zum Entspannen bis hin zu einer Behandlung mit Medikamenten. Aber das sind noch längst nicht alle Therapien, die heilende Wirkung haben. Wie so oft werden neben der Schulmedizin häufig auch die Naturheilkunde und ihre Pflanzen zu Rate gezogen. Und es scheint, dass wohl auch gegen Migräne ein Kraut gewachsen ist.

Kopfschmerz-Attacken belasten jeden Zehnten

 
Allein in Österreich muss sich jeder zehnte Mensch gegen diese Art Kopfschmerzen behandeln lassen. Dabei liegt der Anteil der weiblichen Patienten gleich drei Mal höher, als bei ihren männlichen Zeitgenossen. Für eine Migräne besonders auffällig sind Kopfschmerzen, welche stets einseitig in immer wiederkehrenden Abständen auftreten. Darüber hinaus treten dabei auch Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Empfindlichkeit gegen Licht und Lärm sowie Erbrechen auf. Migräne gehört des Weiteren auch zu den hinterlistigen Krankheiten, da ihr Ursprung bis heute noch nicht geklärt werden konnte. Dies hat bei einer Behandlung zur Folge, dass lediglich die Symptome gelindert werden können, nicht aber die Migräne selbst vollständig verschwindet. Noch dazu kommt, dass jeder Patient völlig anders auf die einzelnen Mittel reagiert, da es bisher das eine Mittel gegen Migräne noch nicht gibt.

Experten trafen sich zum Pressefrühstück

 
Die Experten für Naturheilkunde trafen sich im Rahmen eines Pressefrühstücks der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (Ophit). Unter Ihnen befand sich auch der Leiter der Kopfschmerzambulanz am Wiener AKH, Christian Wöber, welcher zum Thema „Neue pflanzliche Therapieoption bei Migräne“ en Referat hielt. Dort stellte er mit dem Mutterkraut, eine pflanzliche Therapie zur Linderung

bzw. Vorbeugung gegen Migräne vor. Dass diese Pflanze, welche bereits seit vielen Jahrhunderten gut gegen Kopfschmerzen und Fieber, auch wirklich effektiv helfen kann, wurde jetzt auch durch viele Studien wissenschaftlich belegt. Bei Migräne sorge der im Mutterkraut enthaltene Wirkstoff Parthenolid dafür, dass die vermehrte Abgabe von Serotonin blockiert wird. Dieser Stoff ist Hauptursache dafür, dass Migräne entsteht.

Mutterkraut dient nur der Vorbeugung

 
Das Mutterkraut ist unter dem lateinischen Namen Tanacetum parthenium bekannt. Es gehört zur Gattung der Korbblütler und sieht von der Optik her der Kamille ähnlich. Für Migräne-Patienten steht dieses Mittel rezeptfrei als Kapsel zur Verfügung. Vor der Einnahme sollte unbedingt die Packungsbeilage gelesen und bei Fragen sofort der Arzt aufgesucht werden. Wer schwanger ist oder Korbblütler nicht verträgt, sollte von dieser Pflanze absehen. Man sollte auch bedenken, dass diese Naturpflanze in erster Linie dazu gilt, Migräne Anfällen vorzubeugen. Damit eine gute Wirkung erzielt werden kann, sollte es einmal am Tag innerhalb eines halben Jahres eingenommen werden.

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