Migräne Medikamente

Migräne verursacht Kopfschmerzen. Wer unter stärkeren Schmerzen leidet, greift zu Schmerzmitteln oder Migränemedikamenten. Ebenso existieren Medikamente gegen die begleitende Übelkeit oder auch Kombi-Präparate wie beispielsweise Metoclopramid, die sowohl Schmerzen als auch Übelkeit lindern.

Somit kommen zur Behandlung von Migräne Schmerzmittel, Mittel gegen Übelkeit und spezielle Migränemedikamente in Frage.

Welche Medikamente können helfen?

Erwiesenermaßen erbringen Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR Linderung. Am häufigsten werden in Deutschland die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Ibuprofen und Diclofenac verwendet.

Die Wirksamkeit der Mittel hängt dabei vom Einzelfall ab. Maßgeblich sind hier die Stärke der Schmerzen und die Medikamenten-Dosis.

Nebenwirkungen von Schmerzmitteln sind nur selten zu beobachten, da die Schmerzmittel im Fall einer Migräne-Attacke nur kurzzeitig eingenommen werden. Dennoch sollte man wissen, dass es Beeinträchtigungen der Funktion der Magenschleimhaut und zu geringerer Blutgerinnung kommen kann.

Bei einer bestehenden Erkrankung im Herz-Kreislauf-Bereich kann es zu Komplikationen kommen und Personen mit einer geschädigten Leber sollten die Einnahme von Paracetamol vermeiden. Des Weiteren können bei einer zu hohen Dosierung von Paracetamol Leberschäden auftreten.

Gegen Übelkeit kann ergänzend Domperidon oder Metoclopramid eingenommen werden. Experten gehen davon aus, dass die Wirkstoffe bei etwa 40% der Betroffenen eine Linderung erbringen.

Spezielle Migränemedikamente wie Triptane und Ergotamine wurde extra für die Behandlung von Migräne entwickelt.

Triptane bewirken eine Verengung der Hirngefäße. Aufgrund dessen können die entzündungsfördernden Botenstoffe nicht mehr hemmungslos freigesetzt werden und eine Linderung der Beschwerden tritt ein.

Zurzeit sind sieben verschiedene Triptane erhältlich. Die meisten Mittel (Eletriptan, Frovatriptan, Rizatriptan, Sumatriptan und Zomitriptan) sind rezeptpflichtig mit Ausnahme von Almotriptan und Naratriptan.

Die Verabreichungsform reicht von Tabletten über Kapseln, Zäpfchen, Lösung und Nasenspray bis hin zu Fertigspritzen.

Die Wirkung hängt maßgeblich von der Schwere der Migräne, der Darreichungsform und der Zusammensetzung des Medikaments ab. Daher erzielen manche Triptane vielleicht nicht die gewünschte Wirkung. So kann dann ein anderes ausprobiert werden, was stärker wirkt.

Die möglichen Nebenwirkungen sind bei Triptanen nicht zu verachten. Es kann zu Missempfindungen wie Kribbeln, Schwächegefühl oder Übelkeit, Benommenheit und erhöhten Blutdruck kommen. Betroffene mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Triptane in keinem Fall einnehmen.

Ergotamine sind ebenso rezeptpflichtig, werden aber nur noch selten eingesetzt, da sie mehr Nebenwirkungen aufweisen als Triptane. In Bereich der Migräne-Vorbeugung sind sie sogar seit 2014 nicht mehr zugelassen.

Des Weiteren ist zu beachten, dass die häufige Einnahme von Schmerzmitteln und Triptanen selber zu chronischen Kopfschmerzen führen kann. Als chronische werden Kopfschmerzen bezeichnet, wenn sie mehr als 15 Tage im Monat auftreten. Sobald man dann die Medikamente absetzt werden die Beschwerden schlimmer und es kommt zu Entzugserscheinungen.

Welche Medikamente sind für Kinder und Jugendliche geeignet?

Europaweit sind Ibuprofen, Paracetamol und Sumatriptan in Form von Nasenspray für Kinder und Jugendliche als Mittel gegen Migräne zugelassen.

Während Paracetamol und Ibuprofen in Studien im Grunde keine Nebenwirkungen zeigten, beschwerten sich Patienten nach der Einnahme von Sumatriptan Nasenspray häufiger über Kiefersteife, Benommenheit und einem unangenehmen Geschmack im Mund.

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